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Piwik vs. Google Analytics

Eine interessante Gegenüberstellung: Der Herausforderer Piwik gegen die martkdominierende Google-Lösung!

Beim Tracking unserer Internetseiten verwenden wir in der Regel Google Analytics. Dabei übergeben wir alle Informationen über das Verhalten unserer User an Google und bekommen im Tausch ein ausgereiftes, schnelles und leicht verständliches Analyse-Tool. Was wir nicht haben, ist die volle und exklusive Kontrolle über die Daten unserer User! Welche Alternativen gibt es?

Open-Source gegen den großen Konzern

Ist die Open-Source-Lösung Piwik eine echte Alternative? Dieser Vergleich soll als Entscheidungshilfe dienen, ob der Herausforderer für Ihre E-Commerce- oder Unternehmenseite die richtige Wahl ist.

Alle Daten auf den eigenen Servern!

Der große Unterschied zwischen den beiden Systemen liegt in der Datenspeicherung. Speichern wir bei der Verwendung von Piwik alles in unseren eigenen Datenbanken, übergeben wir bei GA die Daten an die Google-Server. Es gibt einige Unternehmens-strategische Gründe hierin ein Problem zu sehen. Im Prinzip übergeben wir sensible Unternehmensdaten an einen Dritten, der diese analysieren und für seine eigenen Marketing-strategischen Entscheidungen verwenden kann. Geht Google Kooperationen mit Ihren Konkurrenten ein oder hat diese als Kunden, sollte spätestens abgewägt werden, ob die ausschließliche Speicherung der Roh-Daten auf den eigenen Servern – wie bei Piwik – vielleicht die bessere Alternative ist.

Die Installation…

Beide Systeme sind schnell eingerichtet, muss bei Google Analytics für das Standardtracking im Prinzip nur ein Konto eröffnet und der Tracking-Code auf den entsprechenden Seiten eingepflegt werden, sind bei Piwik ein paar zusätzliche Schritte nötig: Das Piwik-Packet muss heruntergeladen und auf dem Server der zu trackenden Internseite gespeichert werden. Zudem muss eine Anbindung an eine SQL-Datenbank erfolgen, Zugangsdaten sollten also bei der Einrichtung bereit liegen. Dies funktioniert allerdings nur unter Berücksichtigungen der Systemanforderungen.

Welche Infos über User und deren Verhalten bieten die Systeme?

Als Datengrundlage haben beide Systeme, das was der User bzw. deren Browser bei dem Besuch auf Ihrer Seiten an Ihren Servern sendet: Das sind Informationen über Standort, Browser, Betriebssystem sowie die zuvor besuchte Seite. Hinzu kommen Session bezogene Daten, die darstellen, wie sich der User während des Besuchs auf Ihrer Seite verhalten hat. In diesem Bereich steht Piwik Google Analytics in nichts nach.

Google Analytics kann zusätzlich demographische Daten sowie Interessen (Marketing-strategische Information aus dem Drittanbieter Netzwerk DoubleClick) anzeigen. Auf solch eine Ressource kann Piwik nicht zurückgreifen. Allerdings sind diese Information ggf. nicht unverzichtbar. Wo das Alter noch interessante Rückschlüsse zulässt, sind die Interessens-Kategorien wie “Technophiles” oder “Movie Lovers”, die Google anbietet, eher schwammig und können nicht ohne weiteres interpretiert werden.

Anreicherung der Infos…

Beide Systeme bieten die Möglichkeit ein E-Commerce-Tracking ohne großen Aufwand einzurichten, dass eine Produkt-Detail-Analyse zulässt. Auch Ereignisse, die Aktionen des Users tracken, ohne dass eine Seite neugeladen wird, können in beiden Systemen problemlos eingerichtet werden.

Die Benutzeroberfläche

Im Bereich der Benutzeroberfläche bieten beide Systeme umfangreiche Möglichkeiten, Daten darzustellen oder zu vergleichen. Hier hat Google Analytics die Nase allerdings leicht vorn. GA ist in der Bedienung ausgereifter und verfügt über komfortablere Darstellungsmöglichkeiten. Beispielsweise können bei Google Analytics zwei Zeiträume direkt mit einander verglichen werden, so dass deren Graphen in den Reports übereinander gelegt werden. So können Veränderungen schnell festgestellt werden.

In vielen Bereichen sind beide Systeme aber schon auf dem gleichen Stand, wie das Einrichten von individuellen Dashboards, Echtzeitreports oder Ereignisbenachrichtigungen.

Ist Piwik also eine echte Alternative?

Abschließend lässt sich also sagen, dass Piwik absolut als Alternative empfohlen werden kann. Nicht umsonst ist Piwik in Deutschland nach Google Analytics das meist verwendete Webanalyse-Werkzeug. Der Verzicht auf demographische Merkmale und Interessen wird sich in vielen Fällen verschmerzen lassen. Dafür müssen Sie die Tracking-Daten Ihrer User mit niemandem teilen. Beispielsweise würde Piwik auch ein gutes Backup-System neben der Premium-Lösung darstellen.

Link zum Artikel: Buzz

Flat Design

Flat Design hat in den letzten ein bis zwei Jahren viel Fahrt aufgenommen und wird uns wohl auch 2016 mit minimalistischen Formen und klaren, kontrastreichen Farben erhalten bleiben. Das, was Google vor Kurzem als Material Design vorgestellt hat, könnte aber die nächste Evolutionsstufe für Flat Design bedeuten. Googles Material Design setzt auf Flat Design auf und erweitert es um subtile Verläufe, Ebenen und Animationen, ohne die eigentliche Flat-Design-Ästhetik zu beeinträchtigen.

One-Page-Design und Parallax Scrolling

Die Architektur einer Webseite entfernt sich immer weiter von der einer klassischen mehrseitigen und verschachtelten Anwendung hin zu One Page Design und infinite Scrolling. Dies ist nicht zuletzt den „neuen“ Surf-Gewohnheiten in Zusammenhang mit Touchscreens zu verdanken: Scrollen ist schneller und einfacher, als Links und Buttons mit dem Finger zu bedienen.

Dieser Seitenaufbau begünstigt auch das Storytelling auf Webseiten. Zusammen mit Parallax-Scrolling können so fantastische Webseiten mit interessanter Benutzerführung jenseits der sonst üblichen, textlastigen Produktbeschreibungen entstehen. Und damit ist nicht das übliche „eine Ebene scrollt schneller als die andere“ gemeint. Mit Parallax Scrolling können komplexe, fast schon filmreife Animationen ausgelöst und zur Benutzerführung eingesetzt werden.

Auch wenn dieser Trend Webworker vor neue Herausforderungen stellt und weit mehr als nur Coding-Skills und eine noch engere Zusammenarbeit mit dem Designer erfordert, werden werden 2016 immer häufiger solche Webseiten zu sehen sein. Dabei wird es nicht darum gehen, die Technik zu revolutionieren, sondern neue Wege zu finden, das Altbekannte einzusetzen, um noch spannendere und möglicherweise nie dagewesene Effekte zu erzielen.